Развитие рынка труда в странах- кандидатах в ЕС (Болгария‚ Румыния‚ Турция)
Разработчик темы: Барбара Диц, Михаэль Кноглер, Фолькарт Винценз
Заказчик: министерство финансов
Ключевые слова: Развитие рынка труда‚ принципы установления зарплаты‚ защита занятости; миграция
Die Analyse der Arbeitsmarktentwicklung legt den Schwerpunkt auf Lohnbildungsprozesse, die steuerliche Belastung der Arbeit und Arbeitslosenunterstützung sowie den Beschäftigungsschutz. Ein Überblick über die Migration rundet das Bild ab.
Der Lohnfindungsprozess konnte in den drei Ländern nicht immer eine stabile und vorhersehbare Beziehung von Lohn- und Produktivitätsentwicklung sicherstellen. Die Lohnstruktur wird sowohl durch staatliche Einflussnahme als auch große Unterschiede zwischen Löhnen in Bereichen mit Kollektivvereinbarungen und Löhnen außerhalb solcher Vereinbarungen verzerrt. Die steuerliche Belastung der Arbeit liegt in Bulgarien aber auch Rumänien deutlich über dem EU-Durchschnitt. Problematisch ist zudem die Belastung durch die hohen Abgaben in die sozialen Sicherungssysteme.
Die Beurteilung der Frage, inwieweit Sozialleistungen u.U. falsche Anreize zur Arbeitsaufnahme setzen, ist angesichts unzureichender Daten, einer Vielzahl diskretionärer Zahlungen und des niedrigen Niveaus der Einkommen und Sozialleistungen schwierig. Entsprechende Programme in Bulgarien und Rumänien zielen darauf ab, die Gewährung von Sozialleistungen an Tätigkeiten im kommunalen Bereich zu knüpfen. Rumänien hat die Dauer des Bezugs von Arbeitslosengeld verkürzt. Die Sozialleistungen liegen in Bulgarien und Rumänien im Vergleich zum Mindestlohn niedrig und sollten, wenn sie zielgerichteter auf die wirklich Bedürftigen zugeschnitten werden, keine negativen Arbeitsanreize setzen.
Ähnlich wie bei den Lohnkosten trägt die Schattenwirtschaft auch dazu bei, dass das Niveau des Beschäftigungsschutzes de facto niedriger ist, als es die entsprechenden Regelungen vermuten lassen. Unter Berücksichtigung der Bestimmungen des neuen Arbeitsgesetzes weist die Türkei eine relativ flexible Regulierung des Arbeitsmarktes auf, die mit der in Dänemark, Ungarn oder Tschechien vergleichbar ist (OECD-EPL-Index).
Ausgehend von den deutschen Erfahrungen scheint die Arbeitsmigration in die EU kontrollierbar zu sein. Die Auswirkungen der temporären Zuzugsbeschränkungen auf die längerfristige Entwicklung der Wanderungsströme hängt von der Geschwindigkeit des wirtschaftlichen Aufholprozesses und der Entwicklung der Arbeitslosigkeit ab. Problematisch ist in den drei Ländern die illegale Migration, da diese Länder unmittelbar an die EU grenzen und als Transitländer durch die Angehörigen von Drittstaaten genutzt werden. Die Länder benötigen Unterstützung bei der Kontrolle der Migrationsströme.
Veröffentlichungen:
DIETZ, Barbara, Michael KNOGLER, Volkhart VINCENTZ: Labour Market Issues in Bulgaria, Romania, and Turkey, Arbeiten aus dem Osteuropa-Institut München, Working Paper Nr. 254.
