Новая миграция из Восточной Европы и из бывших стран СССР в Германию: Причины‚ тенденции и выводы

Разработчик темы: Др. Барбара Диц
Заказчик: Научное объединение Восточной и Юговосточной Европы (forost), Баварского министерства по науке
Длительность проекта: февраль 2001 - январь 2003
Ключевые слова: Миграция из Восточной Европы и из бывших республик СССР в Германию; переселенцы; беженцы

Ausgehend von der politischen Transformation in Osteuropa und der vormaligen Sowjetunion analysierte das Forschungsvorhaben die Hintergründe, Motive und Strukturen der neuen Migrationen aus diesen Regionen nach Deutschland. Zudem wurden die Folgen der Ost-West-Wanderungen für Deutschland im Hinblick auf demographische Effekte und die Integration von Zuwanderern aus Osteuropa und der vormaligen UdSSR exemplarisch untersucht.
Das Forschungsprojekt zeigte, dass die rechtlichen Aufnahmebestimmungen eine Richtgröße für die Ost-West-Wanderungen der achtziger und neunziger Jahre waren. Das erklärt die Bedeutung der Asyl-, Flüchtlings- und Aussiedlermigration für das Ost-West-Wanderungsgeschehen in diesem Zeitraum. Dagegen nahmen legale Arbeitsmigrationen einen vergleichsweise geringen Raum ein. Im Rückgriff auf verschiedene theoretische Ansätze identifizierte das Forschungsprojekt eine Reihe von Faktoren, die für die Ost-West-Wanderungen verantwortlich gemacht werden können. Von Bedeutung waren: die (tatsächlichen bzw. die erwarteten) Lohndifferenzen, die Kosten der Migration, die individuelle Ausstattung mit Humankapital, die Risikoaversion, die Entwicklung von Kapital- und Versicherungsmärkten in den Herkunftsländern und die Bildung von Migrationsnetzwerken. Zudem wurde gezeigt, dass politische Krisen und ethnische Konflikte in den Transformationsstaaten die Migrationsdynamik beeinflussen.
Neben der Untersuchung der Ost-West-Migrationen widmete sich das Forschungsvorhaben auch der Frage, welche Folgen die Zuwanderungen für das Aufnahmeland Deutschland haben. In diesem Schwerpunkt wurde eine Fallstudie erarbeitet, die sich mit der Auswirkung der Zuwanderung jüdischer Kontingentflüchtlinge auf die demographische Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Deutschland beschäftigte. Es konnte gezeigt werden, dass die jüdischen Gemeinden in Deutschland im Verlauf der neunziger Jahre durch die Zuwanderung aus der UdSSR stark zunahmen und sich gleichzeitig verjüngten. Diese Tendenz hielt jedoch nur bis zum Jahr 1996 an, obschon die Nettozuwanderung aus der vormaligen UdSSR nahezu konstant blieb. Der Grund für diese Entwicklung lag in der unverändert niedrigen Geburtenrate bei einer gleichwohl steigenden Bevölkerung.

Wesentliche Publikationen:
DIETZ, Barbara, Die Integration von Zuwanderern in Deutschland, in: Konjunkturpolitik, Beiheft Nr. 52, 165-190; abgedruckt in: Aspekte der EU-Erweiterung: Migration und Währungsbeziehungen, forost Arbeitspapiere Nr. 2, 2001

DIETZ, Barbara, East West Migration Patterns in an Enlarging Europe: The German Case, in: THE GLOBAL REVIEW OF ETHNOPOLITICS, Vol. II, no. 1, September, 2002, PDF

DIETZ, Barbara, The Jewish Emigration from the Former Soviet Union to Germany, 2002, in: International Migration, 40 (2), 29-48 (mit Uwe Lebock und Pavel Polian), 2002