Osteuropa-Institut - Projekte des Arbeitsbereichs Geschichte
Veteranen und Kriegsgeschädigte in Osteuropa (20. Jahrhundert)
Historisches Forschungsprojekt, Fritz Thyssen Stiftung
Forscher: Katrin Boeckh, PD Dr. Natali Stegmann (Universität Regensburg)
Stiftung: Fritz Thyssen Stiftung
Schlagwörter: Kriegsopfer, Sozialpolitik, 20. Jahrhundert, Osteuropa
Projektdauer: Februar bis Dezember 2010
Das historisch angelegte Forschungsprojekt geht der Frage nach, inwiefern das Problem der Versorgung der immens hohen Kriegsopfer insbesondere nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg im 20. Jahrhundert in verschiedenen osteuropäischen Staaten gelöst wurde. Auf einem Workshop am 16. Februar 2010 im WiOS wurden dafür verschiedene Beispiele aus der Sowjetunion, aus Polen, der Tschechoslowakei, aus Tito-Jugoslawien sowie aus dem Kosovo vorgestellt. Es wurde deutlich, dass in diesen Ländern der wohlfahrtsstaatliche Gedanke einen anderen Stellenwert als vergleichsweise in Westeuropa besaß, dass jedoch spezifische nationale Konflikte, sozialpolitische Gesichtspunkte wie die Versorgung von Invaliden mit auch körperlicher Arbeit sowie die traditionelle Versorgungspraxis (durch die Vergabe von Kiosken u.ä.) stärker wogen. Die Beiträge sollen in einer referierten Zeitschrift veröffentlicht werden.
