Virtuelle Fachbibliothek Osteuropa (ViFaOst)

Editors: Hermann Beyer-Thoma, Birgit Wetzler; Ivo Ulrich, M.A. (Osteuropa-Institut of FU Berlin)
Ordering party: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Keywords: Eastern Europe, Russia, bibliography, the Middle Ages, essay database, calendar of events

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Die Virtuelle Fachbibliothek Osteuropa - ViFaOst - ist eine von mittlerweile über 20 Virtuellen Fachbibliotheken, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme gefördert werden. Beim Aufbau der VifaOst arbeiten die Bayerische Staatsbibliothek, die Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der LMU München, das Osteuropa-Institut und das Herder-Institut in Marburg zusammen.

Das Projekt läuft seit August 2002. Ende 2005 wurde die Finanzierung bis Mitte 2007 verlängert. Seit dem 18. Juni 2003 ist die ViFaOst online. Das Internetangebot wird laufend überarbeitet und in seinen Inhalten und Funktionen komplettiert.

Die ViFaOst Angebote umfasst Angeboten zu den Ländern Russland, Weißrussland, Ukraine, Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Makedonien, Bulgarien, Rumänien, Republik Moldau und Albanien.

Das Osteuropa-Institut ist mit der Bibliothek und der Historischen Abteilung an der VifaOst beteiligt. Die beiden Abteilungen betreuen in einer neuartigen und sehr engen Kooperation die Bereiche Literaturerschließung, Bibliografie und Fachinformation:

In den Modulen Aufsatzdatenbank Osteuropa und Fachbibliographien werden Aufsätze aus derzeit 261 meist historischen Fachzeitschriften und zahlreichen Sammelbänden inhaltlich erfasst. Derzeit sind dies fast 31.000 Titel aus den Jahren seit 1993, von denen 14.814 Titel inzwischen online abgefragt werden können. Die beiden Module integrieren in einer gemeinsamen Datenbank die Aufsatzerschließung der Bibliothek des Osteuropa-Instituts sowie die International Bibliography of Pre-Petrine Russia, die von der Historischen Abteilung des Osteuropa-Instituts erstellt wird. Die umfangreiche Bibliografie zur Ostkirchenkunde des Ostkirchlichen Instituts in Würzburg ist seit Anfang 2006 eingebunden. Hierdurch kann die bisher bereits erreichte Synergie bei der Auswertung von Fachzeitschriften und Sammelbänden (keine Doppelerfassungen mehr) weiter gesteigert werden.

Die Datenbank Hochschulschriften / aktuelle Projekte bietet Suchmöglichkeit im Verzeichnis der gerade laufenden oder soeben abgeschlossenen Forschungsarbeiten zur osteuropäischen Geschichte dar, das von der Historischen Abteilung des Osteuropa-Instituts laufend erstellt wird.

Ein Veranstaltungskalender der Historischen Abteilung des Osteuropa-Instituts berichtet über laufende Konferenzen und Tagungen bzw. kündigt diese an.
In der letzten Förderphase ist noch vorgesehen, die Datenbank Erik Amburger zu Ausländern im vorrevolutionären Russland in ein neues Format zu übertragen und wieder im Internet zugänglich zu machen. Die Arbeiten daran laufen seit Anfang Juli 2006.
Außerdem werden zwei zentrale Fachzeitschriften, nämlich die „Jahrbücher für Geschichte Osteuropas“ und „Russia Mediaevalis“, in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek digitalisiert und online verfügbar gemacht.

Mit Mitteln der VifaOst werden auch gerade zwei Zeitschriften des Osteuropa-Instituts digitalisiert:

  • Bei den Jahrbüchern für Geschichte Osteuropas werden alle Jahrgänge von der Wiederbegründung der Zeitschrift im Jahr 1952 bis einschließlich 2002, sowie zusätzlich die Vorgängerzeitschriften seit dem Anfang der 20er Jahre, grafisch gescannt und mit Inhaltsverzeichnissen erschlossen, die im Volltext durchsuchbar sind.
  • Die inzwischen eingestellte Zeitschrift Russia Mediaevalis (1973–2001) wird in Gänze grafisch digitalisisert und über ein durchsuchbares Inhaltsverzeichnis erschlossen