OEI-Bibliothek
Bestand
Die Bibliothek des Osteuropa-Instituts ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek und verfügt über 174 000 Bände, darunter über 4 300 Karten, und etwa 590 laufende Periodika. Die aktuellen Ausgaben der wichtigsten Periodika (ca. 230) liegen im Zeitschriftenzimmer zur allgemeinen Benutzung aus.
Sammelgebiete
Thematisch umfassen die Sammelgebiete Publikationen zu Geschichte, Wirtschaft, Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft, Landeskunde, Recht, Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte aller Länder Osteuropas sowie zur Slawistik und Ostkirche.
Schwerpunkte
Den geographischen Schwerpunkt bilden neben dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion hier besonders das der Russischen Föderation und Ukraine, Polen, die Tschechische und Slowakische Republik sowie deren Vorgängerstaaten.
Themen
Umfangreiche Fachliteratur ist auch zu folgenden Themen vorhanden: EU-Osterweiterung, Geschichte der Russlanddeutschen, russische Emigration, Migrationsforschung, Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen.
Handbibliothek
In der Handbibliothek, die aus ca. 13 700 Bänden besteht, hat der Benutzer Zugriff auf Enzyklopädien, Wörterbücher, biographische Lexika, Bibliographien, Statistiken, allgemeine Handbücher und Nachschlagewerke.
Kartensammlung
Die Kartensammlung umfasst ca. 4 300 Exemplare. Darunter befindet sich eine international bedeutende Kartensammlung mit ca. 500 Landkarten, die nahezu alle seit 1952 in Moskau erschienenen administrativen, physikalischen, politischen und wirtschaftsgeographischen Karten beinhaltet. Dazu kommen Einzelkarten, Atlanten und Kartenblätter, zu denen die fast vollständigen Sätze der deutschen Heereskarte zählen.
Raritäten
Weitere Raritäten im Bestand sind die russische Gesetzessammlung „Polnoe Sobranie Zakonov Rossijskoj Imperii“ und eine umfangreiche Sammlung sowjetischer Plakate. Beim Nachlass (ca. 700 Bücher) von Prof. Erik Amburger handelt es sich vorwiegend um Raritäten zur russischen und baltischen Geschichte sowie zur Geschichte der Deutschen in Russland, speziell in St. Petersburg.
Spezialsammlung
Die Spezialsammlung der nicht magazinierfähigen Separata setzt sich aus knapp 10 000 Sonderdrucken, Klein- und Kleinstformaten u. ä. zusammen.
Kataloge
Zugänglichkeit
Von ausserhalb kann man den Bestand der Monographien und Zeitschriftentitel ab 1990 über den lokalen OPAC des Osteuropa-Instituts oder über den Bibliotheksverbund Bayern (Gateway Bayern) recherchieren. Dieser Katalog bietet sowohl einen alphabetischen als auch einen sachlichen Zugang.
Kartenkataloge
Darüber hinaus stehen zahlreiche Kartenkataloge zur Verfügung:
Alphabetischer Katalog, Schlagwortkatalog, Katalog der Landkarten und versteckten Landkarten, Katalog der Bibliographien und versteckten Bibliographien, Bildkatalog. Im Bildkatalog werden ca. 12 500 in Büchern befindliche Fotografien von Personen, Gebäuden, Monumenten, Landschaften u. ä. aus Osteuropa nachgewiesen.
Auswertungen
Ein besonderes Anliegen der Bibliotheksleitung ist die wissenschaftliche, in den meisten anderen Bibliotheken in diesem Umfang nicht betriebene Auswertung des Zeitschrifteninhalts für die Sach- und Spezialkataloge. Zahlreiche wissenschaftliche Zeitschriften (insgesamt 129) aus den Fachbereichen Geschichte, Wirtschaft, Politik- und Gesellschaftswissenschaften und Slavistik werden regelmäßig ausgewertet.
Im Rahmen des Projektes „Virtuelle Fachbibliothek Osteuropa“ erfolgt die Auswertung der Aufsätze sowie des Bildkatalogs und des Katalogs der versteckten Karten durch Aufnahme in eine ACCESS-Datenbank. Diese Titel sind im Modul Geschichte der Virtuellen Fachbibliothek Osteuropa unter Aufsatzdatenbank Osteuropa recherchierbar.
Online
Durch retrospektive Katalogisierung soll ein größerer Teil des Bestandes online zugänglich gemacht werden. Hierbei werden jetzt bevorzugt die Titel aus den Anfangsjahren der Bibliothek (ab 1952) aufgenommen, da sich darunter besonders viele Raritäten, z.B. antiquarische Werke aus dem 19. Jahrhundert, befinden.